Schonendes Haarverpflanzen mit Hilfe der modernen Einzelhaartransplantation.

Follicular Unit Extraction oder kurz FUE ist eine Haartransplantationstechnik bei der mittels einer feinen Hohlnadel (“Punch”) die Haare einzeln vom Hinterkopf entnommen werden. Die follikularen Einheiten/Grafts, bestehend aus 1-5 Haaren werden dann in die benötigten Stellen eingepflanzt.

Entnommen werden die Haare entweder manuell oder mit Hilfe einer Art motorisierter Nadel. Die Anzahl an Grafts, die pro Tag extrahiert werden können variiert dabei zwischen 800 und 3500. Das heißt, eine Behandlung kann sich über mehrere Tage hinziehen.
Die Kosten dieser Technik sind sehr unterschiedlich, je nach Arzt, Land und Dauer der Haartransplantation.In Istanbul zum Beispiel, in der größten Stadt der Türkei, sind die Preise relativ bezahlbar und die Ergebnisse auf hohem Niveau, da die Haarchirurgen mit neusten Techniken und Instrumenten arbeiten.

Wie wird eine FUE-Haarverpflanzung durchgeführt?

Während der Extraktion im Rahmen der FUE-Methode, werden extrem kleine und feine Hohlnadeln mit einem Durchmesser zwischen 0.7 und 0.8 mm benutzt um die zu transplantierenden Haare zu entnehmen. In der Regel werden die Haare kurz geschoren, damit der Arzt die Kopfhaut des Patienten sehen und so behinderungsfrei arbeiten kann.
Die kleinen Einstechlöcher, die durch die Entnahme mit der “follicular unit extraction“ entstehen, heilen von selbst und fallen innerhalb der ersten 10 Tage nach der Operation ab.
Das Haarewaschen in dieser Zeit sollte daher sanft und schonend vorgenommen werden. Sobald die Haare etwas gewachsen sind, schon nach wenigen Tagen, sind die kleinen Löcher bzw. punktuellen Narben nicht mehr zu sehen.

FUE-Einzelentnahme versus FUT-Streifenentnahme

Während die FUE-Technik in den letzten Jahren an Beliebtheit zugenommen hat, ist die FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation) jedoch noch die am öftesten durchgeführte Form der Haartransplantation. Viele Ärzte operieren noch nach dieser “alten” Methode.

Die herkömmliche Streifenentnahme-Haarverpflanzung beinhaltet das Entfernen eines dünnen, länglichen Hautlappens aus dem Hinterkopfbereich. Die dortigen Haare sind immun gegen Ausfall. Nach Entnahme wird die Wunde zugenäht. Die Fäden können vom Hausarzt ca. 14 Tage nach dem Eingriff gezogen werden. Einige Chirurgen benutzen sich selbst auflösende Fäden, wodurch der Gang zum Arzt überflüssig wird.
Nach vollkommener Abheilung der Schnittwunde bleibt eine feine, längliche Narbe am Hinterkopf, dem Spenderbereich zurück. Diese Narbe ist normalerweise, sobald die Haare länger als 1cm sind nur schwer zu sehen.

FUE oder FUT – Welche Methode ist die richtige?

Die Einzelentnahme, sowie die Streifenentnahme haben Vor-und Nachteile.
Die FUT-Technik ist in der Regel wirtschaftlicher, da sie günstiger als die FUE ist – die Haare müssen nicht einzeln entnommen werden. Im Gegensatz dazu bleibt jedoch ein Leben lang eine Narbe zurück. Diese kann aber schnell durch die Haare kaschiert werden. Grundsätzlich sind die Schmerzen größer, die Heilung dauert länger und die Risiken sind höher.

Die FUE-Methode hingegen ist nur minimal invasiv, hinterlässt keine Narbe und ist nahezu schmerzfrei. Des Weiteren sind mit modernsten Instrumenten auch große Sitzungen, bis zu 3500 Grafts pro Tag, möglich.

In Zukunft wird die Einzelhaartransplantation sicherlich mehr und mehr nachgefragt werden und sich ständig weiterentwickeln, wobei mit großer Wahrscheinlichkeit auch die Streifenmethode weiterhin durchgeführt wird.

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