Der Begriff Haartransplantation ist der geläufige Ausdruck für das Transplantieren von Eigenhaaren mit dem Ziel kahle, vom Haarausfall betroffene Stellen zu füllen und dem Mann oder der Frau wieder zu mehr Haar zu verhelfen. Möglich ist dieser Eingriff, der in den Bereich der plastischen Chirurgie zählt, wenn erblich bedingter Haarausfall vorliegt. Diese Art des Haarausfalls wird als androgenetische Alopezie bezeichnet. Sie ist diese am häufigsten anzutreffende Form der Alopezie (Haarausfall). Grund ist ein Hormon, welches dazu führt, dass Haare nicht mehr nachwachsen und verkümmern.

Der Vorgang einer Eigenhaarverpflanzung bzw. Haartransplantation läuft wie folgt ab:
Der Bereich, aus dem die Spenderhaare entnommen werden wird lokal betäubt, damit der Patient während der Operation keine Schmerzen spürt. Der Spenderbereich wird als “Donor-Area” bezeichnet. Dies sind in der Regel der Hinterkopf und die Seiten. Also, der Haarkranz, der von einem Ohr zum anderen verläuft. Auch ist es möglich Haare vom Körper zu entnehmen und wieder einzupflanzen. Dieser Vorgang gang mit der FUE Technik verwirklicht werden, welche als Einzelhaartransplantation bezeichnet wird. Nach der örtlichen Betäubung und dem vorigen Kurzschneiden der Haare werden die Haartransplantate entnommen. Die Transplantate werden als Grafts oder follikulare Einheit bezeichnet und bestehen aus 1-4 Einzelhaaren. Mit Hilfe einer kleinen, hohlen Nadel, deren Durchmesser kleiner als 1mm ist werden die Grafts entnommen. Je nach Haarausfall-Stadium des Patienten werden dementsprechend viele solcher follikularen Einheiten entnommen. Wenn Körperhaare für die Operation benutzt werden, dient der Bart oder die Brust in der Regel als Spenderbereich. Die Körperhaare passen sich in der Regel der Länge und Struktur der Kopfhaare bis zu einem gewissen Grad an. Die Körperhaartransplantation (engl. Body Hair Transplantation) wird eingesetzt, wenn der Patient nicht über ausreichend Spenderhaare vom Kopf verfügt und eine große Fläche gefüllt werden muss.

Nach der Haarentnahme folgt das Öffnen der Kanäle für die Haartransplantate. Mit einem feinen Skalpell oder einer Nadel werden winzige Löcher gemacht. Der Winkel und die Öffnung werden so gewählt, dass die zukünftigen Haare in genau die gleiche Richtung wachsen, wie die noch vorhandenen, natürlichen Haare. Das oberste Ziel der Haartransplantation ist die Natürlichkeit. Es sollt nicht bemerkt werden, dass eine Haarverpflanzung stattgefunden hat. Der letzte Schritt ist das Einsetzen der Grafts in die vorbereiteten Öffnungen. In der ersten Woche nach der OP ist Vorsicht geboten, damit die Haare nicht wieder herausfallen, sondern anwachsen. Nachdem die verpflanzten Haare nach einigen Wochen im Normalfall zunächst ausfallen, beginnt das neue Haarwachstum nach 2-3 Monaten. Zwischen dem 8. und 12 Monat wird das Endresultat der Eigenhaartransplantation erreicht. Dann können die Haare wieder ganz normal gestylt, geschnitten und gewaschen werden. Sinnvoll ist es nach einer Haartransplantation Medikamente gegen Haarausfall zu nehmen, damit weiterer Haarausfall gestoppt wird und eine weitere Operation nicht notwendig wird.

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